Slowenien & Steiermark

Termin:
29.09.2020 – 05.10.2020

Exkursionsführer:
Mezica: Marco Kuzman, Mezica
Steiermark: Dr. Bernd Moser, Graz

Fundorte und Besichtigungen:
> 30.09 / 01.10. Bergwerk Podzemlje Pece, Mezica, Slowenien
> 02.10. (Vormittag) Kapfenstein, Steiermark
> 02.10. (Mittag) Riegersburg, Steiermark
> 02.10. (Nachmittag) Walter Trattner, Bad Waltersdorf, Steiermark
> 03.10. (Vormittag) Steinbruch Stradnerkogel, Wilhelmsdorf, Steiermark
> 03.10. (Nachmittag) Steinbruch Klöch, Steiermark
> 04.10. (Vormittag) Johanneum, Graz, Steiermark
> 04.10. (Nachmittag) Steinbruch Weitendorf, Steiermark
> 05.10. Steinbruch Lobmingbruch, Sankt Stefan ob Leoben, Steiermark

Die Anreise nach Mezica erfolgte am 29.09. in Eigenregie. Rainer Volz hatte die Unterkünfte gebucht und erwartete uns gegen 17 Uhr dort. Nach dem beziehen der Zimmer trafen wir uns zu einem gemeinsamen Abendessen.

Am 30.09. erwartete uns Marco Kuzman, ein ehemaliger Bergmann des Bergwerkes Podzemlje Pece. Er war unser Führer für die nächsten beiden Tage. Nachdem wir alle unsere Sicherheitsausrüstung angelegt hatten und nach einer kurzen Unterweisung, …

… wurden wir mit den originalen Wägen der Bergleute ins ca. 5km im Berginneren liegende Union Revier gefahren.

Dort gab uns Marco noch einige Infos zum Bergwerk, bevor wir die ca. 100m lange Treppe zur 10. Sohle hinabstiegen. Leider hat niemand die Stufen gezählt.
Anschließend führte er uns durch das Bergwerk und zeigte uns einige gute Stellen zur Mineraliensuche. Auf der 11. Sohle gab es einen kleinen beheizten Raum, in dem man sich aufwärmen konnte und wo Marco meist anzutreffen war. Jetzt durfte jeder auf eigene Faust Mineralien suchen, bevor wir abends die Treppe wieder hoch mussten.

Ein kleines Museum gab es auch noch zu bestaunen.
Am Abend haben wir sehr gut in einen Restaurant gegessen, das wir fast für uns alleine hatten.

Nach unserem 2. Tag (01.10.) im Bergwerk fuhren wir direkt zu unsere Unterkunft in der Steiermark, wo wir ein zünftiges Abendessen zu uns nahmen.

Am nächsten Morgen (02.10.) trafen wir uns mit Dr. Bernd Moser vom Johanneum in Graz, er öffnete uns in den nächsten Tagen die Tore der steirischen Steinbrüche und erklärte uns einiges zur Geologie.

Unser erstes Ziel war Kapfenstein. Im dortigen Gemeindehaus erläuterte er uns anhand einer Ausstellung die Entstehung und Geologie der Steiermark.

Auf dem Weg hoch zum Schloss wurde uns das soeben theoretisch Erklärte anhand praktischer Beispiele gezeigt.

Nach einer kurzen Fahrt erreichten wir einen Aufschluss, an dem wir nach Olivin-Bomben suchten.

Mittagspause machten wir am Fuße der Riegersburg, von dort ging es weiter nach Bad Waltersdorf, wo wir eine Verabredung mit Walter Trattner hatten. Er ist ein anerkannter Experte für die Mineralien der Steiermark (speziell für Klöch und Stradnerkogel) und hat einige neue Mineralien entdeckt (z.B. Klöchit), Trattnerit ist nach ihm benannt. Wir durften einige interessante Stücke aus seiner Sammlung sehen, und ein paar davon konnten auch erworben werden, bevor wir uns auf die Rückfahrt zur Unterkunft machten.

Am Vormittag des 03.10. fuhren wir voller Tatendrang nach Wilhelmsdorf um im Steinbruch Stradnerkogel selbst nach Trattneritten (die wir tags zuvor bewundert hatten) zu suchen. Leider hatten wir kein Glück damit, doch ohne „irgendetwas“ ging keiner aus dem Bruch…

Von dort ging es am Nachmittag direkt weiter zum Steinbruch Klöch. Nach dem Abstieg zu den unteren Sohlen haben sich schnell kleine Gruppen gebildet, die sich über den gesamten Bruch verteilten.

Vor der Rückfahrt zur Unterkunft genossen wir noch die letzten Sonnenstrahlen des Tages in einem kleinen Biergarten in Klöch. Dort überreichten wir Herrn Dr. Moser ein kleines „Dankeschön“ für die gute Organisation der Exkursion.

Am nächsten Morgen (04.10.) führte uns Herr Dr. Bernd Moser, Chefkurator der minaralogischen Sammlung des Johanneums, nach Graz, um uns „seine“ Sammlung zu zeigen. Da es dort sehr schwer ist ein Parkplatz zu finden warteten wir vor dem Museum bis alle eingetroffen waren. Nach Begutachtung der umfangreichen Sammlung gönnten wir uns noch einen Kaffee auf dem Marktplatz, bevor es zum nächsten Steinbruch ging.

Nach einem kurzen Abstecher zu einem Pegmatit-Aufschluss der leider nicht sonderlich ergiebig war, …

… ging es weiter zum Steinbruch Weitendorf. Auf den oberen Sohlen gab es Mineralien auf der untersten Fossilien in hülle und fülle. Diese durften zwar begutachtet und fotografiert werden, aber zum Verdruss einiger nicht gesammelt werden!!!

Der letzte Abend in der Steiermark.

05.10. – Der letzte Tag und es regnet leicht.

Trotzdem wollten wir vor der Heimfahrt noch einmal unser Glück versuchen. In Sankt Stefan ob Leoben im Lobmingbruch fanden wir dies auch! Wir fanden eine ganze Ader mit Hydromagnesit. Ein Mitarbeiter des Steinbruchs war so freundlich sie uns mit dem Bagger freizulegen. Spätestens jetzt waren die Kofferräume unserer Autos bestens gefüllt.

Zum Abschluss noch ein paar Bilder zu Flora, Fauna, Landschaft, …


Ein paar Funde:

Mezica – Union Revier


Stradnerkogel


Klöch


Weitendorf


Lobmingbruch